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  1. Corona – Übung für Gottvertrauen…!

    Seht die Vögel unter dem Himmel an: Sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen; und euer himmlischer Vater ernährt sie doch. Seid ihr denn nicht viel kostbarer als sie?(Matthäus 6,26; Luther 2017)

    (Strochen-Kamera in Rehau – Im Hintergrund unsere Firma mit „Durchblick“ in unser Büro-Fenster) http://stadt-rehau.ftp.procomp.de/project/rehau/Camobo1.jpg

     

    Gottvertrauen lernen

    Ich sitze hier in unserem Konferenzraum im Dachgeschoss unserer Firma und blicke auf die Dächer unserer Stadt. Alles schaut friedlich aus, wie immer. Leichter Rauch steigt aus den Kaminen der Häuser, wenige Autos fahren, heute Morgen lag etwas Schnee und die Sonne strahlt von einem wunderbar blauen Himmel ohne Kondensstreifen. Einige Vögel stimmen ein Abendlied an und ein Storch zieht seine Kreise über der Stadt. 

     

    Die Zeit steht still

    Doch irgendwie steht die Zeit still. Jemand hat die „Pause-Taste“ gedrückt. Die Geschäfte und Lokale sind seit zwei Wochen geschlossen und es herrscht Ausgangsbeschränkung und nicht einmal die Enkel dürfen die Großeltern besuchen. OK, es ist zu unserem eigenen Schutz, dass sich der Corona-Virus nicht weiter ausbreitet. In Deutschland haben sich schon über 80.000 Menschen infiziert und über 800 sind gestorben. (Stand Anfang April) So braucht es offensichtlich einschneidende Maßnahmen und Beschränkungen um Schlimmeres zu verhüten. 

     

    Das Ostergeschäft fällt aus

    Die Kunden unserer Firma sind zu über 50% Buch- und Schreibwarenhandlungen, die jetzt alle geschlossen haben. Kreativität ist dort gefragt. Manche verschicken ihre Ware oder lassen sie von den Kunden auf einer Bank im Hinterhof abholen. So läuft das Geschäft überall auf Sparflamme und es ist kein Vergleich zu „normalen Bedingungen“. Eigentlich hätten wir zurzeit Hochsaison. Wir liefern Hüllen für Gesangbücher für Konfirmationen und Kommunionen, aber die werden jetzt alle verschoben. Das Ostergeschäft findet nicht statt.

    Gott sei Dank haben wir einen großen Auftrag für Buchdecken aus Leder für Bibeln, aber die Firmen in Italien dürfen nicht arbeiten, so wird es mit dem Ledernachschub noch dauern. Soweit also die Situation. 

     

    Halt finden in der Bibel

    Mein Lieblings Vers in der Bibel ist Josua 1,9: „Siehe, ich habe Dir geboten, dass Du getrost und unverzagt seist, lass Dir nicht grauen und entsetze Dich nicht, denn der Herr ist mit Dir in allem was Du tun wirst.“ Viele Male ist mir dieser Vers schon begegnet, hat mir Mut gemacht ob beim Abitur oder bei der Kindererziehung, ob bei der Gemeindearbeit oder bei kniffligen Entscheidungen. Rückblickend hat sich der Vers oft bestätigt - und trotzdem ist es alles andere als selbstverständlich!

     

    Gottvertrauen einüben

    Das übe ich jetzt ein, wenn mir sorgenvolle Gedanken kommen wollen, wie es weitergehen wird, wie wir Rechnungen und Löhne zahlen sollen. Für März ist noch Geld da, für April haben wir jetzt Kurzarbeit angemeldet. Wie lange werden die Geschäfte geschlossen haben? Zahlen die Kunden pünktlich, wenn sie nichts verkaufen dürfen? Kommen überhaupt noch Aufträge rein? Die Leute haben im Moment schließlich anderes im Kopf.

     

    Gottvertrauen trägt

    „Lass Dir nicht grauen…Der HERR ist mit Dir“ Es bleibt uns nichts anderes, als diesen Zuspruch immer wieder neu durchzubuchstabieren, uns an Gott und seine Verheißungen zu hängen. Er hat unsere Firma über 93 Jahre lang durchgetragen und er wird es auch weiter tun. Wir verlassen uns ganz fest darauf. So lernen wir gerade so etwas wie „auf dem Wasser zu laufen“ in der Gewissheit, dass Jesus auch im Sturm bei uns ist und den Sturm stillen wird. Und wir beten täglich für unsere Familien und für alle Angestellten, dass alle gesund bleiben dürfen und dass wir alle gut durch diese Krise hindurch kommen. 

     

    Rückkehr zur Normalität oder Aufbruch zu neuen Ufern?

    Es wird wohl noch eine Weile dauern bis wieder so etwas wie „Normalität“ eintritt. Auf der anderen Seite hoffen wir, dass nicht alles in gleicher Weise unverändert weiter geht wie vorher. Hoffen wir, dass die Menschen sich in dieser Krise besinnen, dass sie erkennen, dass eben nicht alles selbstverständlich ist, dass der Wohlstand und Luxus unserer westlichen Welt nicht das oberste Ziel sein kann, nicht nur, weil er auf zerbrechlichen Füßen steht und sehr anfällig ist in einer total vernetzten globalen Welt.

     

    Wir hoffen, dass die Menschen lernen wieder bewusster zu leben und dass echte Werte wie Verlässlichkeit, Ehrlichkeit, gute Gemeinschaft und Verantwortung füreinander wieder einen höheren Stellenwert bekommen als Konsum und grenzenloses Wachstum auf Kosten anderer und dass hier ein Umdenken stattfindet. Letztlich sollten wir alle lernen wieder bewusster einzukaufen in dem wir mehr Wert auf Qualität, Herkunft und Regionalität legen. 

    „Made in Germany“, ordentliche Artikel, handgemacht in Deutschland aus nachhaltiger Produktion dürfen nicht nur leere Schlagworte sein, sondern wir alle müssen lernen auch dazu zu stehen. Das wäre eine große Chance für uns alle.  

    Angelika Hoffmann

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  2. Warum Ehrlichkeit unser zentraler Wert ist

    In unserer heutigen, schnelllebigen und zunehmend digitalisierten Welt sind wir ständig einer Unzahl an Informationen ausgesetzt. Viel zu viel, um alles aufnehmen oder gar überprüfen zu können.

    Waren früher die Nachrichten im Radio und Fernsehen und die Tageszeitung die wichtigsten Informationsträger, so werden wir heute zusätzlich im Minutentakt mit allen möglichen und unmöglichen Informationen versorgt. Über E-Mails, Twitter, Facebook u. Co prasseln ständig neue „News“ auf uns herein und die Werbung tut Ihren Teil dazu, und versucht uns ständig mit den besten und schönsten, den wichtigsten und unverzichtbarsten Dingen zu beglücken.

     

    Die Sehnsucht nach ehrlichen Werten

    Zwischen „Fake-News“ „alternativen Fakten“ und der Wahrheit, zwischen wichtigen und banalen Informationen zu unterscheiden ist nicht immer einfach, aber wichtig. Und oft kann man nur schwer den Wahrheitsgehalt einer Nachricht wirklich überprüfen und nachvollziehen, zumindest nicht auf dem ersten Blick. Deshalb sehnen sich so viele nach Sicherheit und Ehrlichkeit, nach verlässlichen Dingen, nach echten und authentischen Werten und nach ehrlichen Antworten.

     

    Ehrlichkeit ist manchmal unbequem

    Jeder weiß, Werte wie Wahrheit und Ehrlichkeit sind nicht immer bequem. Oft ist es vermeintlich einfacher, Ausreden zu (er)finden, Dinge in einem besseren Licht darzustellen indem man manche Punkte einfach weg lässt, und beginnt, die Wahrheit sich zurechtzubiegen. Manchem ist seine Ehrlichkeit auch schon teuer zu stehen gekommen, weil er manche Nachteile in Kauf nehmen musste.

    Trotzdem bin ich überzeugt, dass langfristig sich Ehrlichkeit und ein „bei der Wahrheit bleiben“ immer auszahlen. In der Bibel, z.B. in den Sprüchen findet man viele Stellen, die dies auch unterstreichen, wie z.B.  in Sprüche 16 Vers 8, dort heißt es: Besser wenig mit Gerechtigkeit als viel Einkommen mit Unrecht. (Lutherbibel 2017). Und in Sprüche 10 Vers 9 wird uns gesagt: Wer ehrlich ist, lebt sicher und gelassen; wer aber krumme Wege geht, wird irgendwann ertappt (Hoffnung für alle)

     

    Ist der Kunde „Geldbringer“ oder „Partner“?

    Wer seine Kunden nur als „Geldbringer“ sieht, kann vielleicht sogar schnelles Geld machen, aber es ist fraglich, wie lange dies besteht und hält. Eine Partnerschaft ist dagegen auf Dauer angelegt und dies hat immer auch mit Vertrauen zu tun. Aber wie soll ich jemandem vertrauen, wenn ich das Gefühl habe, nicht ehrlich behandelt zu werden?

    Unsere Firma besteht nun seit 1926 und ich glaube fest, dass Prinzipien und Werte wie Ehrlichkeit und Verlässlichkeit hierfür ganz zentrale Grundlagen sind.  Es heißt „Qualität ist, wenn der Kunde zurückkommt und nicht das Produkt.“ Dies gelingt uns zwar nicht immer, aber wir arbeiten daran…

     

    Ehrlichkeit ist die Grundlage für Vertrauen

    Ehrlichkeit ist eine Grundlage für Vertrauen und wo das Vertrauen gestört ist, da ist es auch schwer, eine vernünftige und tragfähige Beziehung aufzubauen oder zu erhalten. Dies gilt im privaten Bereich genauso wie auch in geschäftlichen Beziehungen. Beziehungen wollen und müssen gepflegt werden und Werte wie Ehrlichkeit und Verlässlichkeit sind hierbei wichtige Eckpfeiler. 

    Zufriedene Kunden, Kunden die zurückkommen und uns treu sind, Kunden die uns weiterempfehlen „fallen nicht einfach vom Himmel“. Vertrauen muss sich erarbeitet werden, und das versuchen wir, jeden Tag, am Telefon ebenso wie bei  der Produktion, in dem wir dafür sorgen, dass die Qualität stimmt. 

     

    Ehrlichkeit will gelebt werden

    Wir möchten keine (Werbe-) Versprechungen machen, die nicht haltbar sind. Wir möchten unsere Qualität nicht besser hinstellen als sie in Wirklichkeit ist und wir möchten keine minderwertigen Materialien verwenden. Vor allem möchten wir Kunden nichts „aufschwatzen“, sondern jeden fair und ehrlich beraten und auch die günstigeren Varianten empfehlen, wenn es besser passt. 

    Wir möchten als ehrlicher und verlässlicher Partner gesehen und wahrgenommen werden und damit Beziehungen aufbauen die halten. In unserem Betrieb mit unseren langjährigen Mitarbeitern, im Umgang mit unseren Lieferanten und natürlich mit all unseren treuen Kunden: Ehrlichkeit will überall als zentraler Wert gelebt werden.

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  3. Leder - jede Narbe erzählt ihre Geschichte

    Stammt dieses Leder von einer glücklichen Kuh? Sie werden lachen: Wenn ich für unsere Logbücher ein neues Leder aussuche, sehe ich schnell, ob das Tier ein glückliches Leben auf der Weide hatte.

     

    Ein unverzichtbarer Begleiter

    Leder ist ein Naturprodukt, etwas gewachsenes, etwas Echtes. Und so vielseitig wie das Leben selbst.

    Vielseitig in der Art und vielfältig in den Verwendungsmöglichkeiten. Leder ist seit Jahrtausenden bewährt und in unzähligen Facetten zu einem unverzichtbaren Begleiter geworden. Kaum ein Lebensbereich, wo Leder nicht eine wichtige Rolle spielte.

    Angefangen bei der Bekleidung, von Schuhen, Sandalen und Stiefeln bis hin zum Gürtel und zum Uhrenarmband, von der Schürze bis zu Jacke und Mantel, als unverzichtbarer Begleiter wie Beutel, Portemonnaie, Taschen und Bucheinband.

    Leder wird auch für Hundeleinen genutzt, als Zaumzeug oder als Sattel. Geschichtlich gesehen beim Lederbezogenen Schild der römischen Legionäre bis zum Wigwam der Indianer. Leder war und ist ein unübertroffener Werkstoff in allen Bereichen des Alltags und ist letztlich nicht wegzudenken und auch nicht ohne weiteres zu ersetzen. 

     

    Der Schöpfer war der erste Gerber

    Die Idee, die Haut von Tieren zu verwenden und zu verwerten ist so alt wie die Menschheit selbst. Schon am Anfang der Bibel werden Adam und Eva, nachdem Sie der Schlange auf dem Leim gegangen sind, von Gott selbst mit „Fellen bekleidet“. 

    Gewissermaßen war Gott dann also höchstpersönlich so etwas wie der erste Gerber, denn um eine Tierhaut oder ein Fell verwendbar zu machen muss es gegerbt, also haltbar gemacht werden.

    Letztlich ist Leder eine Art von „Resteverwertung“. Keine Kuh, kein Schaf und keine Ziege stirbt wegen des Leders. In erster Linie geht es ums Fleisch und die Haut ist da eher ein Übrigbleibsel, das man noch einer sinnvollen Verwendung zuführen kann, gewissermaßen könnte man also auch von einer Art von „upcycling“ sprechen.

     

    Leder hat Charakter und einen unverwechselbaren Stil

    Grundlage ist immer eine Tierhaut, und wie das Leben so spielt gleicht auch hier keine Kuh der anderen und somit auch keine Haut der anderen. Größe, Struktur, Farbe und Oberfläche sind nie ganz identisch. Und gerade dies ist auch das Besondere vom Leder.

    Es ist ein Naturprodukt, es hat Charakter, es ist unverwechselbar und hat Stil. Und wie überall im Leben, hinterlässt das Leben auch hier Spuren. Kleine Verletzungen, Risse an Hecken oder Zäunen, führen zu Narben, die auch noch im fertigen Leder sichtbar sind. 

    Zusammen mit Falten, mit Adern, die sich in der Oberfläche abzeichnen und Unterschiede in der Struktur der Oberfläche, gelten solche Narben als „Naturmerkmale“. Sie sind gewissermaßen sogar etwas wie ein „Echtheitszertifikat“ für echte Natur. Und Jede Narbe und jede Falte erzählt auch etwas vom Leben, von der Vergangenheit, von dem was das Tier erlebt hat. 

     

    Lebte die Kuh auf einer saftigen Weide?

    War es eine „glückliche Kuh“, die auf saftigen Weiden grasen durfte und sich dabei aber manche kleine Blessuren an Hecken und Zäunen zugezogen hat oder stand sie in engen, sterilen, glatten Boxen und Ställen, dafür aber  mit „unbeschadeter“  Haut? War die Kuh „glückliche“ Mama oder stammt die Haut von einem jungen Kalb.

     Alles dies – und vieles mehr – hat Einfluss auf die Haut und die Art des Leders. Gerade dies macht es auch bei der Verarbeitung spannend. Neben der unregelmäßigen Form, was ein gutes „Augenmaß“ erfordert, damit man das Leder auch möglichst gut ausnützen kann, sind es auch diese Naturmerkmale, die viel Erfahrung erfordern. 

     

    Auf das Auge und den Zuschnitt kommt es an

    Man kann nicht einfach „drauf los schneiden“. Es ist immer die Frage: „was darf noch drin sein im Zuschnitt“ und was nicht mehr. Was ist noch ein Naturmerkmal und was ist ein „Fehler“, der nicht mehr tragbar ist. Was möchte der Kunde? Hat er Verständnis für diese Art von Unterschieden oder sucht er eher eine „perfekte“ Oberfläche?

    Was passt zu welchem Produkt. Was ist in welchem Bereich noch akzeptabel, „was passt“ und „wo passt es nicht mehr“. Dies ist nicht immer leicht zu entscheiden und die Grenzen sind auch oft fließend. 

    Aber gerade dies macht Leder auch zu einem unverwechselbaren, einzigartigen Werkstoff. Ein Stoff aus dem phantastische Produkte gemacht werden, mit Eigenheiten, mit Charakter, mit Charme, unverwechselbar, 100% Natur und durch und durch echt – so wie auch der Besitzer.

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